DME 2/18

Ergänzungen, Anregungen und Kritik zur DME
Kalle_W
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DME 2/18

Beitrag von Kalle_W » Di 5. Jun 2018, 23:13

Liebe Redaktion,

Die dme wird auch gelesen. Informativ fand ich den Artikel über die Rendsburger Wagen. Da klärt sich manches, was mir nach dem Rosa-Buch etwas unklar geblieben war. Allerdings wirft er neue Fragen auf. Wenn bei den Tw-Beiwagen, zu denen ja auch der Wg 8 gehörte (?) die Übergänge entfernt worden sind (S.29), wieso hat er auf dem Bild S. 23 ebensolche deutlich sichtbar (ganz links)?

Und fast hätte ich es vergessen: Das Titelbild ist klasse. Es fehlt nur noch der Ton, damit man mitlachen kann. (Auch wenn es ja ein trauriger Anlass ist, warum das Bild dort ist.)

Kalle W.

InselBaBa
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Re: DME 2/18

Beitrag von InselBaBa » Mi 6. Jun 2018, 11:16

Hallo Liebe Redaktion

Diese DME ist für mich sehr interessant , sind da doch einige Inselbahn-Fahrzeuge näher beschrieben und zum Teil sogar beim DEV erhalten und bestens gepflegt .
Super Beiträge , vielen Dank .

Gruß aus " Basche "

Bernhard

verdennis
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Re: DME 2/18

Beitrag von verdennis » Fr 8. Jun 2018, 02:22

Hallo Bernhard und Kalle,

vielen Dank für die Rückmeldung.

@ Kalle: Wagen 7 und 8 haben (erstaunlicherweise?) nach dem Krieg zumindest zeitweilig wieder als "normale" grüne Personenwagen gedient. Da mir keine Bilder aus der Vorkriegszeit bekannt sind, die sie tatsächlich als rot-beige-lackierte Beiwagen zeigen, bin ich mir nicht sicher, ob sie damals wirklich so lackiert waren und ihre Übergänge verloren hatten. Wenn ja, hätte man das aber auch leicht wieder rückgängig machen können. Zumindest alle rot-beige-lackierten Nachkriegsbeiwagen hatten mit dieser Farbgebung keine Übergänge mehr. Ich leite Deine Frage aber auch gerne nochmal an die Autoren weiter.

Schöne Grüße im Namen des Redaktionsteams,

Dennis

verdennis
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Re: DME 2/18

Beitrag von verdennis » Fr 8. Jun 2018, 21:23

...P.S.: Hier als Nachtrag noch die Antwort von einem der beiden Autoren:


Hallo Dennis, hallo Kalle,



als einer der beiden Autoren zum Rendsburger Reisewagenartikel freue ich mich natürlich über jede

Bemerkung und jeden Hinweis, wenngleich ich in dem Forum selbst nicht aktiv bin, aber Dennis hat

uns darauf aufmerksam gemacht.



Zu Kalle: Die Frage hat Dennis ja schon beantwortet. Ursprünglich hatten wir mal die Idee, dass

anfänglich vier Personenwagen zu Beiwagen umgebaut worden waren und später zwei weitere Fahrzeuge

hinzugekommen sind. Aber ein Abgleich der verschiedenen Bilder (etwa in dem Buch von Andreas

Kerber) machte schnell klar, dass dies nicht sein konnte, da vormals zweifarbig lackierte Personenwagen

wieder einheitlich grün durch die Lande fuhren. Die Abbildung auf Seite 23 zeigt den Wagen 8 ja wieder

als "normalen" Personenwagen.



Besonders krass ist diesbezüglich die Aufnahme auf Seite 48 im

Kerber-Buch, dort sind offenbar alle acht Gotha-Wagen in einheitlich grüner Lackierung zu erkennen.

Das macht durchaus Sinn, denn nach dem Zweiten Weltkrieg und auch noch nach der Währungsreform

1948 war das Aufkommen im Personenverkehr gewaltig, außerdem die Triebwagen auch nicht beide

sofort verfügbar, so dass wohl häufiger lange (Lok-bespannte) Personenzüge gefahren sind und hierfür

eben viele "normale" Personenwagen benötigt wurden; mit dem Wiederbeginn des Triebwagenverkehrs

sind die Personenwagen sicherlich auch nicht sofort wieder umgebaut worden. Aber diese Argumentation

ist so nicht belegt und daher rein spekulativ, wenngleich durchaus plausibel.



Zu Dennis: Bilder aus der Zeit (etwa) der 1930er Jahre haben wir leider auch nicht, die Rendsburger

Kreisbahn stand damals nicht so wirklich im Mittelpunkt des Interesses der Eisenbahnfotografen und

-enthusiasten, und die Kreisbahn selbst war medial auch wenig vertreten (im Gegensatz beispielsweise

zur Flensburger Kreisbahn, die nicht nur diverse Neuerungen eingeführt hatte, sondern auch gleich

mehrere Betriebsleiter besaß, die selbst verschiedene Artikel in diversen Zeitschriften verfasst haben).

Insofern können wir die zweifarbige Lackierung von vier Beiwagen ab 1928 bildlich nicht belegen. Der

Geschäftsbericht 1928/29 für den Zeitraum 1.4.1928 -- 31.3.1929 erwähnt aber die zweifarbige

Lackierung, wenngleich explizit lediglich für die Triebwagen. Einen entsprechenden Passus für

die Personenwagen habe ich zwar im Kopf, aber den habe ich aktuell in den vielen Unterlagen nicht

finden können.



Schöne Grüße --- Christian

Kalle_W
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Re: DME 2/18

Beitrag von Kalle_W » Mo 2. Jul 2018, 12:50

Eigentlich ist ist das hier die falsche Rubrik, aber da bin ich selber ja schuld dran.

Vielen Dank für die Antwort (und das Durchforsten alter Unterlagen)

Wenn ich das richtig verstanden habe, gibt es keinen fotografischen Beleg dafür, dass Wagen vor 1953 zweifarbig lackiert gewesen sind. Danach aber reichlich. Leider sind bei Kerber viele Bilder nicht datiert.
Falls einige Wagen vor 1950 zweifarbig lackiert waren, so sind sie bis Anfang der 50 Jahre wieder grün gestrichen worden. Ein plausiblerer Grund als die fehlenden Triebwagen für das Umlackieren wäre für mich der Zweite Weltkrieg, wo auffällige Farbanstriche aus Tarngründen unerwünscht waren; aber das ist auch Spekulation.

Für den DEV interessant die Bilder auf S. 29 (dme). Die Innenansicht des Wg 6 (die sollte mal im Wg 6 aufgehängt werden) und der zweifarbige Anstrich 1955. Auf Inselbahn.de findet sich ein Foto (Ludger Kenning) des Wg 6 von 1955 in grün. Eines dieser Fotos dürfte falsch datiert sein.

Eine Bremse dürfte wirklich nur beim Wagen 6 nachgerüstet worden sein, vorausgesetzt, er hatte ursprünglich keine Bremse. Auf S. 27 sind die Wagen 4 und 5 1956 ohne Bremse zu sehen.

Zur meiner Ausgangsfrage: Die Übergänge wurden bei den Personenwagen entfernt, es könnte aber auch erst in den 1950er Jahren geschehen sein.

Was auf jeden Fall nach diesem Artikel falsch ist, das ist die Angabe bei Wolff, Band 13, dass es vier zweiklassige und vier einklassige Wagen gegeben habe.

Grüße

Kalle W.

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wolli
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Re: DME 2/18

Beitrag von wolli » Sa 7. Jul 2018, 16:16

Hallo Kalle,

Zitat von Kalle_W:
"Und fast hätte ich es vergessen: Das Titelbild ist klasse. Es fehlt nur noch der Ton, damit man mitlachen kann. (Auch wenn es ja ein trauriger Anlass ist, warum das Bild dort ist.)"

In der Tat, dass Foto sollte unbedingt als Titelbild die Vorderseite der DME 2/2018 zieren. Die Vorlage, ein Scann, war ein bisschen streifig, aber wir haben so lange daran retuschiert, bis das Ergebnis druckbar war. Hat sich doch gelohnt und das Bild hat es verdient!

Beste Grüße
Wolfgang Gerwien
DME Layout

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