Museumspädogogisches Konzept -Fortsetzung II-

Beiträge zur Musealen Gestaltung
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Bernd_Furch
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Museumspädogogisches Konzept -Fortsetzung II-

Beitrag von Bernd_Furch » Mi 1. Nov 2017, 19:27

Gerade ist mir eine Idee in den Sinn gekommen, die leit umzusetzen ist und auch wenig Kosten und Aufwand bringt.

Meine Idee ist eine Tafel im Bahnhof Bruchhausen-Vilsen, gut Sichtbar, auf dem die Funktionen während der Zugfahrt er klärt werden. z.B. Lokführer, Heizer, Zugführer usw. Neben der Beschreibung ist dann noch ein Foto von der Person, die diesen Dienst an dem Tag ausführt.

Dann sollten die auf dem zug befindlichen Personale ein einheitliches Namensschild mit Funktion tragen.

So, nun Suche ich Leute die das Umsetzen können.

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Forscher
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Re: Museumspädogogisches Konzept -Fortsetzung II-

Beitrag von Forscher » Mi 1. Nov 2017, 19:27

Hallo Bernd
Will nicht meckern, aber....
Wo willst du die Tafel hinhängen, in den Vorraum? Wo? Neben den Schalter? Da sind Postkarten an die Wand geklebt, nicht sehr museal!
Auch der Prospektständer vermittelt nicht gerade den Eindruck von 1900-1930.
Namensschilder an Historischen Uniformen? Bitte nicht :no: Das sieht soetwas von s....... aus. Wir wollen doch keine Touristenbahn sein oder doch?
Gruß Forscher

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TimGolke
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Re: Museumspädogogisches Konzept -Fortsetzung II-

Beitrag von TimGolke » Mi 1. Nov 2017, 19:28

Forscher, ganz so eng würde ich das jetzt nicht sehen.

Zur Tafel: Die muss ja nicht in den Gästeteil der Fahrkartenausgabe gestellt/gehängt werden, sondern kann vielleicht auch einfach in einen Aufsteller eingebaut werden, und auf dem Bahnsteig stehen. Dann kann das ganze z.B. beim historischen Tag auch verschwinden, wenn es das Museum erfordert.

Zu den Namensschildern:
Es gibt ja jetzt schon Zugschaffner die Namensschilder tragen, Jörg und Andreas haben so eine kleine Vorrichtung an ihren Schaffnertaschen. Das wäre vielleicht ein vernünftiger Kompromiß. Auch das wir die "laufenden" Faktoren des Museums ein klein wenig in den Fokus rücken ist vernünftig. Heute sieht man einen Zugchef der großen Bahn ja höchstens noch mal Kaffee tragend in der Ersten Klasse.

Ulrike
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Re: Museumspädogogisches Konzept -Fortsetzung II-

Beitrag von Ulrike » Mi 1. Nov 2017, 19:28

Ich finde es prinzipiell sehr gut und sehr besucherfreundlich! Vielleicht gelingt es uns, eine Kombination aus den Figuren, die zukünftig bei uns stehen (und die Funktionen ja auch erklären) und dem laufenden Betrieb herzustellen? Mir schwebt da gerade ein - vielleicht laminiertes - Infoblatt vor, das in den Zügen ausliegt/aushängt und neben der Figur (Hallo, ich bin Otto, ein Schaffner um 1900 o.Ä.) alle Fotos der möglichen Personen, die das Amt bekleiden, zeigt. Das gibt dem Besucher die Möglichkeit, einmal die Menge der ehrenamtlich Tätigen einzuschätzen und ermöglicht ihm, auch ohne Namensschilder an den Uniformen, die Personen "zu bestimmen" - Kinder wären während der Fahrt beschäftigt.

Zusätzlich könnte man auch noch ein Bestimmungsblatt für die hauptsächlich verkehrenden Fahrzeuge mit den wichtigsten (!) Informationen auslegen.

Aber jetzt komme ich vom eigentlichen Thema ab. So würden wir kein Schild aufstellen, das vielleich unhistorisch ist und - was mir persönlich wichtig ist - was die freie Wandfläche für die Figuren reduzieren würde - und hätten trotzdem diese tolle Idee in unser Museum eingebracht!
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Liebe Grüße von Ulrike

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piepmatz-kirstin
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Re: Museumspädogogisches Konzept -Fortsetzung II-

Beitrag von piepmatz-kirstin » Mi 1. Nov 2017, 19:28

Hallo zusammen,
im Buffetwagen haben auch schon einige vom Personal Namensschilder. Das kommt bei den Besuchern gut an. Zumal wir nicht wirklich in Uniform da stehen.

LG, Kirstin

Ulrike
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Re: Museumspädogogisches Konzept -Fortsetzung II-

Beitrag von Ulrike » Mi 1. Nov 2017, 19:29

Der Büfettwagen ist ja auch ein Angebot an unsere Besucher, das nichts mit musealer Arbeit zu tun hat (wenn man mal davon absieht, dass der Wagen selbst historisch ist)... :rolleyes:

Ich denke, wir sollten versuchen - zusätzlich zum laufenden Fahrbetrieb inklusive der Verköstigung der Fahrgäste im Büfettwagen - noch stärker als bisher die eigentliche Aufgabe eines Museums zu übernehmen. Das geschieht z.B. durch authentische Darstellung eines historischen Eisenbahnbetriebes mit entsprechenden Uniformen und Ausstattungsteilen (Lampen, Zangen etc.). Moderne Ausstattungsteile (Funkgeräte etc.) sollten unauffällig integriert werden, weil/ wenn ihr Einsatz notwendig ist. Nicht unbedingt notwendige moderne Ausstattungsteile (Namensschilder) sollten weggelassen werden. Ich bleibe dabei: auf eine historische Uniform im Rahmen eines Museums gehört kein Namensschild!

Zudem hat ein Museum auch eine Informationspflicht (finde ich) und die sollte über Beschilderung, Herausgabe informativer Schriften usw. auch erfüllt werden. Dabei sollte aber das historische Erscheinungsbild weitestgehend gewahrt bleiben, d.h. die Schrifttafeln, Ausstellungsstücke etc. müssen in das Gesamtkonzept integriert werden.

Nicht sinnvoll ist es, wenn jetzt alle Interessierten Einzelstücke erstellen, die womöglich Informationen doppeln und nicht zusammen passen. Aus diesem Grund habe ich alle Interessierten gebeten, sich mit mir in Verbindung zu setzen, um alle Ideen in ein gemeinsames Konzept einfließen zu lassen, damit doppelte Arbeit vermieden und das Erscheinungsbild der Ausstellung abgestimmt werden kann.

Mein Aufruf war also keine Bitte um Hilfe bei der Umsetzung der ersten Schritte (Materialspenden sind aber willkommen!) , sondern eine Aufforderung an alle, die sich mit der Museumsarbeit auseinandersetzen wollen, sich hier zu melden. Dann kann ein gemeinsamer Termin gefunden werden, zu dem wir uns mit allen hier ebenfalls willkommenen Ideen gemeinsam und persönlich beschäftigen können. Dort kann dann das Konzept erweitert bzw. abgeändert und die Arbeit verteilt werden.

Ich habe Bernds Threat so verstanden, dass er es wichtig findet, dass die Funktionen der einzelnen Eisenbahner dargestellt werden und dass er anregt, die einzelnen wirklichen Mitarbeiter vorzustellen, damit die Verbindung von der Geschichte der Kleinbahn zu unserem Museum geschaffen wird. Ich habe weiterhin gelesen, dass es sich dabei um eine Idee handelt, die er nicht persönlich umsetzen möchte oder kann.

Die "Arbeitsgruppe Museum" besteht also gegenwärtig aus Forscher, Christian und mir, Materialspenden und tollen Ideen von Joachim und Regine, einem Angebot zu finanzieller Unterstützung von Tim, einem Angebot zur praktischen Unterstützung von Kirstin und vielen wohlwollenden Bemerkungen von anderen MItstreitern, die ich so verstehe, dass dieses Konzept ganz gut ankommt.

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Liebe Grüße von Ulrike

Janine
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Re: Museumspädogogisches Konzept -Fortsetzung II-

Beitrag von Janine » Mi 1. Nov 2017, 19:30

Hallo zusammen!

Ich wäre der meinung von Kirsten. Das wir aus dem Buffettwagen Namensschilder tragen, da dieses auch Kunden freundlicher ist.

Gruß Janine

Ulrike
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Re: Museumspädogogisches Konzept -Fortsetzung II-

Beitrag von Ulrike » Mi 1. Nov 2017, 19:30

Und was hat das mit dem museumspädagogischen Konzept zu tun?
Hier geht es nicht darum, die Namensschilder vom "Serviceteam" (also den Menschen vom Büfettwagen) wegzunehmen, sondern darum, Schaffner, Zugführer, Lokführer und Heizer mit Namensschildern auszustatten!

Nein, eigentlich geht es darum, diese Personen NICHT mit Namensschildern auszustatten!

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Liebe Grüße von Ulrike

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Bernd_Furch
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Re: Museumspädogogisches Konzept -Fortsetzung II-

Beitrag von Bernd_Furch » Mi 1. Nov 2017, 19:31

Da mein Vorschlag hier zu unterschiedlichen Äußerungen geführt hat, hier nun einige Punkte was mich zu dem Vorschlag bewogen hat.

Die von mir vorgeschlagene Tafel soll den Besucher folgendes an Information vermitteln:
- Wie viele Personen notwendig sind um einen Zug abfahren zu lassen
- Was diese Personen dabei für Aufgaben haben
- Welche Personen bei dieser Zugfahrt die Aufgaben übernehmen

Neben der Vermittlung von Informationen haben die Fahrgäste, dadurch das die Personen durch Fotos bekannt gemacht wurden, die Möglichkeit diese z.B. für Fragen direkt anzusprechen.

Einheitliche Namensschilder (vielleicht noch mit der Funktion) helfen den Besuchern auch mit der Person in Kontakt zu treten. Ich denke auch das Namensschilder dem Buffetwagenpersonal hilfreich sind.

Das Ganze war von mir ein spontaner Vorschlag nach dem ich eine solche Tafel im Eingangsbereich beim MediaMarkt gesehen habe. Über die Umsetzung usw. habe ich mir keine konkreten Gedanken gemacht. Dies kann (und soll) ja in einem gesamt Konzept besprochen werden.

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RobertAngerhausen
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Re: Museumspädogogisches Konzept -Fortsetzung II-

Beitrag von RobertAngerhausen » Mi 1. Nov 2017, 19:31

Schon seit einigen Wochen können wir die PappkameradInnen bewundern, die insgesamt sehr gut gelungen sind.
Mir gefällt ja besonders (wie sollte es auch anders sein) die Schaffnerin. Schade nur, daß sie aus Pappe ist.
Aber Spaß beiseite, alle Figuren und auch deren Anordnung mit den Hinweisen sind gut gelungen und "Hingucker" für unsere Besucher!
Ein Glückwunsch und auch ein Dankeschön sowie ein ganz dickes Lob an die "ErfinderInnen"!

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